Philadelphia – Washington D.C. – Arlington – Hume, Virginia

Basement Monsters und eine böse Überraschung

Am Freitag ging es mit dem Amtrak von Philadelphia nach Washington D.C. Da wir in New York unser großes Gepäck aufgeben mussten, wollten wir das auch diesmal tun. Allerdings geht das nicht für alle Züge und so mussten wir mit dem ganzen Gepäck auf den Zug warten. Was ich beim Amtrak total praktisch finde ist, dass der Zug keine Stufen hat, man steigt ebenerdig ein, was mit schwerem Gepäck praktisch ist. Weniger praktisch ist, dass man das 20 kg Teil dann in das Gepäckfach heben muss. Der Zug hatte auch nicht ganz soviel Beinfreiheit wie der erste, aber es war ja nur für 2 Stunden… und 20 Minuten. Der Zug sollte abfahren, aber nix passierte. Ganz im ÖBB Stil wurden wir mal für 10 Minuten im Dunkeln gelassen. Dann gab es eine Durchsage, dass sie Probleme haben, die Maschine zu starten. 10 Minuten später haben sie es dann zum Glück geschafft und wir sind losgedüst.
In Washington angekommen haben wir uns ein Uber gerufen und sind zum Ronald Reagan Flughafen gefahren, wo wir unser Mietauto abholen wollten. Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten, sind wir also zu Autoausgabe. Ein Mitarbeiter hat dann das Auto gesucht. Sie haben es dann irgendwo eingeparkt gefunden und heraus manövriert. Es war ein Nissan Pathfinder. Eine riesige Kiste und wir beschlossen, ihn Max zu nennen. Nachdem wir das Navi aktiviert hatten, haben wir uns auf den Weg nach Arlington gemacht. Da die Straßen teilweise etwas merkwürdig angelegt sind, haben wir uns im ersten Kreisverkehr prompt verfahren und mussten eine gar nicht so kleine Ehrenrunde fahren.
Aber wir sind dann in Arlington angekommen und haben uns Karten für eine Hop on Hop off Tour gekauft, weil wir nicht soviel hatschen wollten. Ich war an dem Tag nämlich extrem matschig und die Tour bringt einen zu den wichtigsten Punkten. So haben wir das Grab von John F. Kennedy mit der Eternal Flame und das Grab des unbekannten Soldaten (der anscheinend gar nicht so unbekannt ist, denn das Grabmahl ist eher eine Hommage an nicht identifizierte gefallene Soldaten) inklusive Veteranen-Zeremonie und Wachablöse gesehen. Auf dem Friedhof dürfen ja nur Militärangehörige begraben werden. Nur zwei amerikanische Präsidenten sind dort begraben, John F. Kennedy und William Howard Taft.
Dann haben wir uns auf den Weg nach Hume gemacht. Das ist ein Örtchen, das etwas mehr als eine Stunde von Washington D.C. ist. Erics Beschreibung per SMS war genial: “Just when you say to yourself, “oh my god, where do they live? We are just a few miles further around the corner”. Wir haben auch tatsächlich alle möglichen Tierchen (inkl. einen Waschbären) auf dem Weg getroffen. Wir wurden sehr herzlich von Anne und Eric begrüsst und lernten auch endlich Brighton und Tanner kennen. Wir bezogen unser Quartier im Keller (Anne meinte, wir wären die Basement Monsters) und quatschten noch ein Zeiterl.
Zu dem Zeitpunkt war ich noch matschiger und hab auch schon leicht gekrächzt. Ich dachte, dass es die Klimaanlagen in Amerika sind. Wir hatten ja in New York und Philadelphia hochsommerliche Temperaturen um die 30 Grad, und wenn man dann in eine Geschäft geht, wird man auf gefühlte -15 Grad heruntergekühlt. Ich hatte auch einen roten Kopf und wir sind dann schlafen gegangen. Ich habe extrem schlecht geschlafen und bin am nächsten Tag mit Kopfweh, Fieber, Halsweh und Schnupfen aufgewacht. Und wie ihr Euch denken könnt, war es keine Klimaanlagen-Verkühlung. Nein, nachdem ich dem blöden Virus 2,5 Jahre entkommen bin, hat es mich dort erwischt.
Aber darüber und dass ich natürlich Christian angesteckt habe beim nächsten Mal mehr.
Cheers, Lexe & Christian
PS: Wir sind heute wieder gut zu Hause angekommen, aber ich werde  natürlich noch über den weiteren Reiseverlauf berichten.
Das Grab von John F. Kennedy und Jacqueline Bouvier Kennedy Onassis
Eternal Flame im Hintergrund
Veteranen-Zeremonie
Der Typ im Hintergrund konnte einem Angst machen
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