Bei prächtigem Wetter machten wir uns am zweiten Tag auf den Weg, um Miss Liberty einen Besuch abzustatten. Obwohl wir eine Zeit reserviert hatten, mussten wir uns wie alle anderen auch anstellen. Wozu die Reservierung gut war, weiß ich nicht, weil die hat keiner angeschaut (nur unseren New York City Pass). Obwohl es erst knapp halb 11 Uhr war, hat die Sonne schon heruntergebrannt. Als die Fähre daherkam, rief der Angestellte dort, wir sollten uns im “New York Style” anstellen. Bis dahin hatten wir mehr oder weniger brav eine Zweierreihe gebildet. So bildete sich also eine Traube um die Rampe und alle wuserten gierig auf das Boot. Die Überfahrt dauerte nicht lange und wir haben angesichts der Hitze beschlossen, dass wir einmal um die Freiheitsstatue herumspazieren und dann wieder zurückfahren. Für die Krone konnte man keine Karten kaufen und das Podest fanden wir auch nicht so spannend. Und wahrscheinlich hätten wir ewig gebraucht (weil es dauert alles ewig und noch eine Zeit wegen der ständigen Sicherheitskontrollen) und wir hatten schließlich noch etwas anderes vor.
Zum Mittagessen stand an diesem Tag das Empire Diner auf dem Programm. Als ich mit meiner Schwester und meinem Schwager 2004 in NY war, haben wir dort auch einmal gegessen. Die haben renoviert und ich glaube, der Besitzer hat auch gewechselt. Das Essen war aber sehr gut.
Direkt um die Ecke kommt man auf die Highline. Das ist eine Art Park, der 2.33 km entlang einer alten Zugstrecke verläuft. Wir sind aber nur bis zu The Vessel marschiert. Dieses Gebilde hat 154 spiralförmige Treppen, die miteinander verbunden sind. Es gibt 80 Plattformen und etwa 2.500 Stufen. Allerdings ist es derzeit geschlossen, und es ist auch nicht sicher, ob es je wieder zugänglich gemacht wird aufgrund von 4 Vorfällen.
Noch einmal um die Ecke geht es zur Plattform von The Edge. Es handelt sich dabei um eine weitere neue Aussichtsterrasse. Die Absperrung ist nur verglast, und weil die Leute dauernd alles antatschen, um spektakuläre Instagram Fotos zu machen, sind da ständig Fensterputzer unterwegs. Es gibt auch ein kleines Stück Glasboden, wo sich natürlich die Instagrammer mit den anderen Touristen um die Plätze geiern. Ich hab mich sogar kurz draufgestellt, aber ich hab nicht runtergeschaut (eigentlich hab ich sogar die Augen zugemacht).
Auf diesen Schreck hin brauchte ich etwas Süßes. Wir sind zur berühmten Magnolia Bakery gefahren, und haben uns einen Banana Pudding und einen Peacan Cheesecake gegönnt. Die Bäckerei ist ja wegen Sex and the City ziemlich beliebt. Ich war nie ein Fan der Serie. Aber die Nachspeisen sind echt super gut. Da Carrie Bradshaws Apartment gleich um die Ecke ist und wir sowieso zum Bus mussten, sind wir da halt auch noch vorbei.
Der Höhepunkt des Tages war aber nicht ein weiterer Skyscraper, sondern das Broadway Musical Phantom of the Opera. Als wir zum Majestic Theatre kamen, standen schon lange Schlangen auf beiden Seiten des Gebäudes. Da ich nicht mehr kilometerweit zurück hatschen wollte, habe ich mich irgendwann halbwegs unauffällig in die Schlange geschummelt und Christian musste mit, ob er wollte oder nicht. Erstaunlicherweise ging es eh recht schnell voran und es ging auch pünktlich los. Zuerst dachte ich mir, was sie wohl auf der kleinen Bühne alles machen wollen. Aber die war gar nicht so klein und hat sich ständig verändert. Das war extrem beeindruckend. Die Sänger waren auch sehr gut. Der einzige Wermutstropfen war der Jetlag, der in einem dunklen Theater zu einer Zeit, wo es bei uns zu Hause mitten in der Nacht ist, voll zuschlägt. Wir mussten aufpassen, dass wir nicht wegpennen. Wir haben tapfer bis zum Ende durchgehalten, es war aber auch wirklich großartig. Leider wird das Musical nur noch bis Februar 2023 gespielt, da es sich finanziell nicht mehr rentiert. Corona und die hohen Energiepreise haben ihnen zugesetzt.
Auf dem Heimweg zum Hotel (damit sind wir auch an dem Tag auf über 20.000 Schritte gekommen) kamen wir am Times Square vorbei, wo an dem Abend verschiedene Künstler aufgetreten sind. Wir haben Wyclef Jean kurz zugehört. Da unser Hotel ja nur um die Ecke war, haben wir auch diese Nacht mit Ohropax geschlafen.
Cheers Lexe & Christian
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| Vessel |
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| The Edge |
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| The Edge |
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| The Climb |
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| Christian in Gefahr |
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| The Climb |
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| Carrie Bradshaw’s Apartment |
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Kommentar von Petra 😉 : Was mir als Nichtserienschauer so alles entgeht … Um das Apartment täte es mir ja nicht leid, aber um die Bäckerei …