Hallo zusammen,
Jetzt ist es ja schon ein Weilchen her, seitdem wir aus Island zurückgekommen sind, aber ich habe natürlich noch immer nicht alle Fotos bearbeitet. 😆 Hoffentlich schaffe ich das bis nächsten September, bis wir wieder nach Island fliegen. Ja, richtig gelesen! Wir tun es wieder, und ich werde euch auch dann wieder per Blog mitnehmen. 😊
Wie ihr ja vielleicht wisst, haben wir die Reise komplett alleine zusammengestellt und auch gebucht. Falls irgendjemand vorhat, nach Island zu reisen (alle, die nicht wollen, lassen den Post einfach aus *gg*), hier gibt es eine kleine Zusammenfassung.
Hinweis: Keine bezahlte Werbung ab hier! Ich gebe rein persönliche Eindrücke wieder!
Unseren Flug haben wir bei der AUA gebucht. Icelandair fliegt Österreich (genauer gesagt Salzburg) nur im Winter an, um die Isländer zum Skifahren zu bringen. Wir haben so im März herum gebucht, aber das hat sich auf den Preis eigentlich gar nicht ausgewirkt. Ich habe mal nur zum Spaß 😇geschaut, was ein Flug nächstes Jahr Anfang September kosten würde, da ist quasi kein Unterschied. Wir haben etwa 600 Euro dafür bezahlt. Die Abflugzeit war in Wien um 21 Uhr und wir waren gegen 23:45 in Keflavik, weil es ja 2 Stunden Zeitunterschied gibt. Wir sind dann mit einem Bus nach Reykjavik gefahren, das dauert auch ein Zeiterl, weil es ja doch 50 km sind. Wir mussten dann nochmal in einen anderen Bus umsteigen und hatten dann noch etwa 200 Meter zu Fuß zum Hotel. Beim nächsten Besuch in Island würde ich wahrscheinlich eine Unterkunft in Keflavik buchen und dann gleich den Mietwagen am nächsten Tag dort abholen. Wenn man natürlich Reykjavik auch sehen möchte, muss man sich das natürlich überlegen. Weil man zahlt den Mietwagen ja einen Tag länger und muss auch einen Parkplatz suchen.
Die Unterkünfte haben wir alle im April (glaub ich) auf Booking.com gebucht. Wir haben zuerst die engagierte Reiseroute geplant und dann die Gesamtstrecke in Etappen aufgeteilt und dann eine Unterkunft in der Umgebung gesucht. Ich würde niemandem empfehlen, einfach auf gut Glück hinzufahren und nix zu buchen. Selbst im September waren noch durchaus viele Touristen unterwegs. Und es ist ja dort nicht so, dass man alle paar Kilometer mal auf eine Unterkunft trifft. Wir haben versucht, so viele Unterkünfte wie möglich mit Kochgelegenheit zu buchen. Essen im Restaurant ist ja nicht so wirklich günstig, und in manchen Gegenden gibt es auch gar keine Restaurants. Einkaufen im Supermarkt ist auch teurer als bei uns, aber man man sich durchaus halbwegs günstig versorgen.
In Reykjavik haben wir uns für das Hotel Vera entschieden. Christian hatte einen Zugangscode zugeschickt bekommen und so kamen wir auch mitten in der Nacht in das Hotel, das in dem Sinne nicht wirklich eines ist. Es gibt keine Rezeption und es wird auch kein Frühstück angeboten. Es gibt eine Kaffeemaschine, einen Herd, einen Geschirrspüler und auch einen Kühlschrank. Wir hatten auch eine Terrasse, auf der wir theoretisch sitzen hätten können. Brrr! Es war sauber und das Bett war sehr bequem. Das einzige, was mich gestört hat, war der grindige Duschvorhang, der sich ständig auf einen draufpicken möchte. Das Hotel ist sehr zentral, die Hallgrímskirkja ist ca. 10 Minuten entfernt und auch viele andere Sehenswürdigkeiten wären zu Fuß leicht erreichbar. Geschäfte sind in der Nähe. Es gibt auch eine sehr gute Bäckerei, wo man sich Frühstück holen kann.
Wir haben uns ja am Sonntag Reykjavik ein bisschen angeschaut und haben den Mietwagen erst am Montag abgeholt. Christian hat über Iceland Car Rental gebucht. Da gibt man ein, was man für ein Auto möchte und dann werden einem die besten Optionen angeboten. Christian hat sich für das Angebot von thrifty entschieden. Die Abholstation war nicht in der Stadt und so mussten wir mit dem Bus dorthin fahren. War aber alles auch sehr gut in einem E-Mail beschrieben. Weil das Büro aber ein bisschen versteckt hinter all den Autos war, haben wir es zuerst mal übersehen. Der Angestellte dort war jetzt nicht über-engagiert, sogar eher genervt, aber wir haben unser Auto bekommen, einen Mazda CX5 mit Automatik. Der Angestellte ließ sich sogar überreden, die Schäden, die nicht in dem Formular angezeichnet waren, doch zu vermerken. Wir waren mit dem Auto sehr zufrieden. Es hatte ca. 25.000 Kilometer am Tacho, war also noch relativ neu und hatte gute Stoßdämpfer. Die braucht man auch in Island. Man darf nicht naiverweise (so wie ich) annehmen, dass eine dicke gelbe Straße auf der Landkarte eine Straße wie bei uns ist. Es gibt dort sehr viele Gravel Roads, das sind Straßen mit losem Geröll, Matsch, Sand, Steinen, tiefen Schlaglöchern. Diese darf man auch nur mit 4×4 also Allrad-Fahrzeugen befahren. Dann gibt es noch die F-Roads, das sind eigentlich Gravel Roads, aber die meisten davon sind im Winter gesperrt und sind in schlimmerem Zustand als die normalen Gravel Roads. Wenn man diese Straßen befahren möchte, muss man sich unbedingt ein Auto mieten, mit dem man das auch darf (sonst zahlt man bei eventuellen Schäden selbst).
Wir hatten auch eine Zusatzversicherung abgeschlossen, aber nicht bei thrifty, sondern auch über Iceland Car Rental. Wir hatten eine Vollkasko (Rentalcover), die alles abdeckt, was bei den meisten Autovermietungen eben nicht dabei ist (z. B. kaputte Windschutzscheibe, Schäden von Gravel oder Ash Storms etc.). Wir haben für 9 Tage um die 1.000 Euro für das Auto und die Versicherung gezahlt (plus Sprit natürlich). Das ist natürlich kein Schnäppchen, aber das ist ein Island Urlaub sowieso nicht. Ganz wichtig: Den Mietwagen so früh wie möglich buchen! Die sind heiß begehrt und es gibt nicht unendlich viele davon.
Unser erster Stopp war dann Hvammstangi. Dort hatten wir uns in den Mörk Superior Cottages eingemietet. Für mich persönlich war das die schönste Unterkunft. Der coole Luster über dem Bett, die Aussicht auf die Bucht, in der man, wenn man Glück hat, Wale beobachten kann, das schöne große Bad und ein sehr bequemes Bett haben mich überzeugt. Es gibt zwar keine Kochgelegenheit, aber einen kleinen Kühlschrank, einen Wasserkocher und einen Toaster (glaub ich). Man könnte optional ein Frühstück buchen, aber wir hatten genug Jause mit. Das war übrigens eine der Unterkünfte, wo wir einen Fernseher hatten. Das ist nicht überall so, also falls den jemand unbedingt braucht, sollte er darauf achten. Für uns war es kein Problem, wenn wir keinen hatten.
Am nächsten Abend waren wir in den E18 Apartments in Akureyri. Zu dem charmanten Cottage war dieses eher nüchterne Apartment ein starker Kontrast. Man tippt seinen Code ein, geht bei der Türe rein und steht mitten vorm Bett. Das Apartment hatte eine Küche dabei, es gab einen Fernseher (allerdings funktionierte kein Programm) und eine funktionelle Dusche. Bett war bequem, es war sauber, gibt es nix. Es war alles da (bis auf einen Geschirrspüler 😉), aber der Charme-Faktor hat definitiv gefehlt.
Wer Interesse an den Gesamtkosten hat, kann sich gerne bei mir melden.
Cheers,
Lexe & Christian
https://lechontour.blogspot.com/2022/06/





















































