Lexe zur Abwechslung in Panik, Würstelstand Deja vu und zwei Schwarzfahrer

Hello again aus Reykjavik!

Nach einer kurzen Nacht haben wir uns in der Früh ein bisschen aus dem Bett gequält (übrigens haben wir 2 Stunden Zeitdifferenz, nicht nur eine). Normalerweise genießt man dann eine warme Dusche. Ja, normalerweise, wenn nicht alles nach faulen Eiern riecht (und wenn das Wasser warm ist, verstärkt es sich).

Beim Check des Wetterberichts noch vor der Dusche, ist dann mal wieder Panik bei Lexe aufgekommen. In irgendeinem Wetterbericht stand, dass in den nächsten Tagen mit Sturmböen zu rechnen sei. Da wird dann natürlich gleich gegoogelt, was das Zeug hält. Christian hat zwar mal kurz die Augen überdreht, aber gemeint, dass wir das Wetter genau checken werden und vor allem immer auf die Einheimischen hören. Nicht umsonst gibt es in Island den Spruch: „Wenn dir das Wetter nicht gefällt, dann warte fünf Minuten!“ Wahrscheinlich wird es gar nicht so schlimm, ich finde jetzt nirgends mehr Wetterwarnungen. Und die Turbulenzen beim Flug hat es ja auch nicht gegeben. Wir passen auf jeden Fall gut auf uns auf.

Bevor wir dann aus dem Haus gegangen sind, habe ich Christian übrigens auch den geheimen Kofferinhalt gezeigt. Die Notfall-Nudeln! 😂

Die Notfall Nudeln

Unser erstes Ziel war die Hallgrímskirkja, die nur 10 Minuten vom Hotel entfernt ist. Ein sehr beeindruckendes Gebäude! Total unverschnörkelt, sowohl innen als auch außen. Es sind gerade Renovierungsarbeiten im Gange. Trotzdem konnten wir in den Kirchturm mit dem Lift rauffahren und hatten dort eine tolle Aussicht auf Reykjavik in alle Richtungen.

Am Ende die Regenbogenstraße
Nachdem wir die ganzen Influencer und Asiaten bei der Regenbogenstraße hinter uns gelassen hatten, sprang mir eine Auslage ins Auge. Da wir ja nix gefrühstückt hatten (außer dem Faule-Eier-Kaffee), mussten wir nicht lange überzeugt werden, dass wir diese Schnecken kosten wollen. Wir bekamen einen Tisch und haben uns mal mit Kaffee und einem pikanten Croissant und einer süßen Schnecke ein bisschen aufgewärmt. Es hatte heute zwischen 8 und 10 Grad und obwohl der Wind nicht so stark war, tat es trotzdem gut, etwas Warmes zu trinken.
Zimtschnecke
Croissant mit Schinken und Käse
Danach kam ich auf die super Idee, dass ich gerne zum Leuchtturm spazieren würde. Das war dann ein ziemlicher Hatsch. Aber es war auch interessant den Unterschied zwischen den verschiedenen Teilen von Reykjavik zu sehen. Der Leuchtturm war dann schon fast ein bisschen kitschig. Kurzfristig hatte ich übrigens die Befürchtung, dass das Schwammerlfieber wieder ausbrechen könnte, aber diese Pilze sind wohl nicht zum Verzehr geeignet. 😉Die Hallgrímskirkja in der großen Entfernung (und meiner Meinung nach immer in einer anderen Richtung) hat uns dann nicht sonderlich motiviert da wieder zu Fuß zurück zu gehen und so kam es, dass Christian nach einem Bus suchte, mit dem wir zurückfahren könnten. Bis zur Bushaltestelle mussten wir natürlich noch gehen. Christian meinte, dass wir den nächsten Bus wohl nicht schaffen werden, und wir dann halt ein bisschen warten müssten. Wir bogen in die Straße ein, wo die Bushaltestelle war. Ich war noch nicht fertig mit dem Satz: “Bis wir dort sind, darf jetzt kein Bus daherkommen”, da tauchte er auch schon an der Kuppe der Straße auf. Christian rennt los und Lexe hechelt hinterher. Erstaunlicherweise hat dieser Busfahrer tatsächlich gewartet, bis Christian beim Bus war und mich hat er auch nicht stehen lassen, obwohl ich durchaus hinterher war. Natürlich wollten wir uns Tickets kaufen. Allerdings kann man in dem Bus nicht mit Karte zahlen und der Busfahrer hatte kein Wechselgeld (und natürlich bekommt man die großen Scheine aus dem Bankomaten). Wahrscheinlich war es mein “horrifiziertes” Gesicht, das den guten Mann dazu bewog uns einfach durchzuwinken – ohne Ticket. In Graz hätte einen der Busfahrer mit Sicherheit stehen lassen und schon gar nicht ohne Ticket fahren lassen. Wir sind also offiziell schwarz gefahren.😇
Schwammerl 😜

Nach diesem Hatsch, der Jogging-Einheit und der Aufregung brauchten wir Nervennahrung, also etwas zu essen. Wir hatten schon vorher beschlossen, den Würstelbudenvergleich zu machen. Wien am Vortag war ja nicht so berauschend (obwohl der Hase mit einer Champagnerflasche am Dach der Bude sitzt). So machten wir uns von der Bushaltestelle auf den zum Glück kurzen Weg zu Bæjarins Beztu Pylsur (The City’s Best Hotdog). Schon von Weitem konnte ich sehen, dass auch dort eine Schlange war, und machte mich auf eine halbe Stunde Warten gefasst. Aber es ging total flott und wir haben uns die Hot Dogs schmecken lassen. Die waren echt gut. Den Würstelbudenvergleich gewinnt klar Reykjavik, weil preislich war Wien nicht wesentlich günstiger. Die Nase vorn hat die Bude in Reykjavik auch bezüglich der Sitzgelegenheiten und der einfachen, aber irgendwie genialen Hot Dog Ablage.

Happy Lexe
Happy and tired Christian
Da es zu regnen begonnen hatte, beschlossen wir eine Pause im Hotel einzulegen. Eigentlich wollte ich ja nochmal zur Hallgrímskirkja für Fotos ohne Gegenlicht. Kaum waren wir im Hotel, kam die Sonne wieder raus (das ist eh schon den ganzen Tag so gegangen). Also wieder angezogen und nochmal einen Abstecher zur Kirche gemacht.
Danach waren wir ein paar Sachen einkaufen und haben auch die Preise ein bisschen abgecheckt. Ja, es ist teurer, vor allem Käse und Wurst. Lustigerweise ist den Isländern offenbar noch nicht kalt genug. Bei denen gibt es (zumindest in derm Geschäft) nicht Kühltruhen, nein, es gibt einen ganzen Kühlraum. Brrrrr! Wir haben uns Säfte gekauft und ein paar Chips. Das teuerste an dem Einkauf waren 4 Äpfel, die um die 3,50 Euro gekostet haben.
Der Kühlraum

Ich hätte noch ganz viele Fotos, aber jetzt ist einmal ein bisschen Zeit zum Ranzen (wir haben knapp 23.000 Schritte in den Beinen) und zum Planen des morgigen Tages. Wir holen das Mietauto ab und werden uns auf den Weg zum  Kirkjufell oder Church Mountain machen und dann weiter nach Norden fahren.

Bis morgen,
Lexe & Christian
Impressum
https://lechontour.blogspot.com/2022/06/

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