Hallo nochmal!
Heute in der Früh sind wir es ein bisschen gemütlicher angegangen, weil wir ja gestern sehr schnell eingeschlafen sind. Wir waren echt streichfertig nach den 18.000 Schritten im Hochland.
Unser heutiges Ziel war Vík í Mýrdal, wo wir letztes Jahr schon gewesen sind, und ich habe uns ohne Betätigung der nicht vorhandenen Kupplung sicher ans Ziel gebracht. Da es bei unserer Ankunft regnete, beschlossen wir zuerst einen Kaffee zu trinken.
Dann haben wir uns in unser Regengewand eingepackt und sind kurz zum Strand von Vik. Diesmal haben wir auch einen Abstecher zur Kirche gemacht. Da das Wetter besser wurde (soll heißen, es hat zumindest nicht geregnet), haben wir uns rasch auf den Weg zum schwarzen Strand von Reynisfjara gemacht. Das Warnsystem stand auf gelb, was bedeutet, dass wir auf den Strand bis zu einem gewissen Punkt gehen konnten/durften/sollten. Gelb bedeutet eigentlich, dass man nicht um die Basaltsäulen zu den Höhlen dahinter gehen soll. Wir haben die Wellen eine ganze Weile beobachtet und sie kamen nie bis zu den Basaltsäulen (was aber grundsätzlich nix heißt, weil eine sogenannte Sneaker Welle das theoretisch trotzdem schaffen könnte). Ich bin zwar ein Schisserchen, aber auch eine neugierige Wanze. Also haben wir beschlossen, unartig zu sein und uns auf die andere Seite zu begeben. Wir sind schnell an der schmalsten Stelle vorbei und dann wieder in den “sicheren” Bereich. Zurück haben wir das genauso gemacht, immer das Meer im Blick. Zum Glück haben wir es ohne nasse Füße geschafft. Andere Touristen waren unvorsichtiger und hatten nicht soviel Glück.
Da das Wetter letztes Jahr ja super-grausig war, hatten wir auf Dyrhólaey verzichtet. Von dieser Halbinsel aus kann man auf den schwarzen Strand von der anderen Seite hinunter schauen. Es gibt beeindruckende Felsformationen und sehr schöne Aussichten, sogar mit einem Leuchtturm. Im Sommer kann man hier auch Puffins beobachten, aber die sind leider schon im Winterurlaub.
Auf der Straße dorthin kommt man auch bei der Loftsalahellir Höhle vorbei. Da sind wir natürlich auch raufgekraxelt und hatten einen tollen Panorama-Blick auf Reynisfiara und Dyrhólaey.
Von unserer, sehr coolen heutigen Unterkunft sehen wir auch hinunter auf Dyrhólaey.
Bis morgen,
Lexe & Christian
