5.000 Fotos im Gepäck, Wurschtsemmel-Gesichter und endlich wieder Dunkelheit beim Schlafen!

Guten Abend aus Graz!

Ich kann es selbst noch kaum fassen, aber wir sind seit gestern tatsächlich wieder zurück in der Heimat. Unseren letzten Morgen in Oslo verbrachten wir mit den üblichen Urlaubs-Endgegnern: Frühstücken unter Zeitdruck und Kofferpacken mit erhöhtem Nervenkitzel. Die magische 23-Kilo-Grenze der Airline schwebte wie ein Damoklesschwert über uns. Mit jeweils rund 23,5 Kilogramm lebendem Koffergewicht traten wir den Gang zum Uber an und beteten inständig, dass das Bodenpersonal am Flughafen ein Auge zudrückt – oder zumindest eine sehr kulante Waage hat. Der magische Kofferschlucker, wie ich ihn nenne, hat die Koffer ohne Murren geschluckt!

Am Flughafen angekommen, begrüßte uns direkt die digitale Realität: Unser Flug hatte Verspätung, weil die Maschine aus Wien es nicht rechtzeitig nach Norwegen geschafft hatte. Aber wer uns kennt, weiß, dass wir so eine Wartezeit strategisch zu nutzen wissen. Wir haben uns die Zeit also mit Kaffee, den obligatorischen Zimtschnecken und Souvenir-Shopping vertrieben. Mit einer schlanken halben Stunde Verspätung ging es dann endlich ans Boarding, und nur zwei angenehm ruhige Flugstunden später setzte die Maschine in Wien auf. Trotz des verspäteten Zeitplans ging sich zum Glück noch das wichtigste österreichische Rückkehr-Ritual aus: der Sprint zum Flughafen-Billa. Bewaffnet mit originalen Wurschtsemmeln und einer eiskalten Cola haben wir uns in den Zug nach Graz gesetzt und das Ganze genussvoll verspeist – die Zugfahrt selbst war danach glücklicherweise absolut unspektakulär.

Heute hat uns dann der Alltag mit voller Wucht eingeholt, genauer gesagt: Das große Waschen hat begonnen. Während die Schmutzwäsche in der Waschmaschine im Akkord ihre Runden drehte, gab es für mich aber ein verdammt gutes Trostpflaster. Anlässlich meines Geburtstages hat mich Christian zu einem feinen Essen beim Thorbauer ausgeführt. Jetzt am Abend schließt sich der Kreis irgendwie schon wieder: Auf Tipp meiner Schwester lief bei uns eine Norwegen-Doku auf 3SAT. Ich glaube, wir haben noch gar nicht richtig angefangen, die ganzen Eindrücke dieser Reise überhaupt zu verarbeiten. Das wird wohl noch eine ganze Weile dauern. Aber ich freue mich jetzt schon auf das Sichten und Bearbeiten der geschätzten 5.000 Fotos. Da werden mir garantiert noch haufenweise Geschichten einfallen, die ich hier mit euch teilen werde. Aber für den Moment ist es erst einmal Zeit zum Schlafen. Und das Beste daran? Es ist draußen stockdunkel! Wunderbar!

Gute Nacht von Lexe und Christian!

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