Ob ihr es glaubt oder nicht, heute ist bereits unser letzter Tag in Norwegen. Mittlerweile sind wir echt schon ein bisschen geschlaucht und da das Wetter in der Früh auch wieder wenig einladend war, sind wir erst gegen 11 Uhr zum Norsk Folkemuseum gestartet. Das Freilichtmuseum auf der Halbinsel Bygdøy ist eines der ältesten und größten der Welt und zeigt das norwegische Alltagsleben vom 16. Jahrhundert bis heute anhand von über 150 historischen Gebäuden – darunter die berühmte Stabkirche von Gol aus dem Jahr 1200. Wir hatten Glück, denn um 12 Uhr startete eine Tour, an der gerade mal vier Leute teilnahmen, uns zwei inklusive. Bei der knapp einstündigen Führung erfährt man jede Menge Spannendes über vier der Häuser. Für uns war das völlig ausreichend. Wir haben uns danach zwar noch einen Teil der Anlage angeschaut, aber für die vollen 150 Gebäude reichte die Energie heute echt nicht mehr. Außerdem hat das Wetter mal wieder im Minutentakt zwischen Regen und Sonnenschein gewechselt. Wenn es anfängt zu schütten, braucht man die Regenjacke, in der man dann aber fast umkommt, sobald die Sonne wieder rauskommt. Um uns für die nächste Station zu stärken, gab es im Kaffeehaus erst mal Kaffee und eine Zimtschnecke.
Nur ein paar Busstopps weiter liegt das Frammuseum, das sich ganz der Geschichte der norwegischen Polarforschung widmet. Das absolute Herzstück der Ausstellung ist das originale Expeditionsschiff Fram. Es gilt als das robusteste Holzschiff der Welt und wurde von legendären Entdeckern wie Fridtjof Nansen und Roald Amundsen genutzt. Man kann hier selbst an Bord gehen, die engen Kabinen sowie den Maschinenraum erkunden und durch eine immersive 270-Grad-Projektion samt Soundeffekten einen arktischen Sturm nachempfinden – zumindest laut Gemini, denn wir haben zum Glück keinen Sturm miterlebt. Grundsätzlich gibt es im Museum auch zwei Simulatoren: Der begehbare Polarsimulator „Trapped in Ice“ soll hautnah die eisigen Bedingungen und Gefahren historischer Polarexpeditionen vor über 100 Jahren vermitteln, war bei unserem Besuch aber leider geschlossen. Den Flight Simulator haben wir anscheinend komplett übersehen. Dieser 4D-Simulator bietet eigentlich ein bewegtes Kino-Erlebnis mit Windeffekten und historischem Filmmaterial, das Roald Amundsens riskanten Polarflug von 1925 samt Notlandung auf dem arktischen Eis fühlbar nachstellt.
Eigentlich wollten wir mit der Fähre zurück ins Stadtzentrum fahren, aber die war in unserem Ticket leider nicht enthalten. Also ging es mit dem Bus zurück. Die Fahrt dauerte über 30 Minuten und wir sind im warmen Bus fast eingeschlafen. Nur die Aussicht auf ein gutes Abendessen bei Fiskeriet Youngstorget hat geholfen, dass wir unsere Haltestelle nicht verpennt haben. Für mich gab es klassisch Fish & Chips, während Christian sich Austern und Muscheln schmecken ließ. Mit ein bisschen neuer Energie haben wir danach den letzten Punkt auf unserer Sightseeing-Liste abgehakt: Das königliche Schloss. Nach ein paar eher unmotivierten Fotos von dem doch recht unspektakulären Gebäude sind wir schließlich zurück in unsere Unterkunft gefahren.
Jetzt heißt es nur mehr Koffer packen für morgen. Es geht mit dem Flieger zurück nach Wien und von dort aus mit dem Zug nach Graz. Wir freuen uns schon jetzt riesig auf die traditionelle Flughafen-Wurschtsemmel und natürlich auf unser eigenes Bett! Es wird in nächster Zeit eventuell noch den einen oder anderen Blogpost geben, weil ich sicher noch nicht alles erzählt habe und natürlich noch seeeehr viel Foto- und Videomaterial vorhanden ist. Und vom großen Finale, unserer Heimreise, werde ich euch natürlich auch noch berichten.
Lexe & Christian







































Danke fürs tägliche Mitnehmen auf Eurer Norwegen Rundreise. Es war wie immer sehr unterhaltsam und informativ. Gute Heimreise und lasst euch die Flughafen Wurstsemmel schmecken! (Sicher eine willkommene Abwechslung nach all den Zimtschnecken.)